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Klosterruine Wörschweiler

Ruine am Klosterberg Wörschweiler
Ruine am Klosterberg Wörschweiler
Die Ruinen dieses ehemaligen Zisterzienser-Klosters liegen verwunschen 315 Meter hoch über dem Bliestal bei Wörschweiler. Hier auf dem Marienberg ist man dem Himmel näher. Denjenigen, die sich auf die spirituelle Begegnung mit dem Kloster vorbereiten möchte, empfehlen wir eine etwas längere Wanderung von Kirkel über den Saarland-Rundwanderweg zum Klosterberg. Natürlich ist die Ruine auch schneller zu erreichen. Direkt von Wörschweiler aus führt neben der Klosterschenke ein Wanderweg steil bergauf zum Bergplateau.


Wahrscheinlich hatten schon die Kelten hier eine heilige Stätte, zumal unten im Tal wenige hundert Jahre später die gallorömische Bevölkerung in Schwarzenacker einen gewaltigen Tempelbezirk errichtete.


Auf dem Bergrücken schreiten Sie durch das Portal der ehemaligen Klosterruine, das den Wanderer mit seiner imposanten Architektur begrüßt. Gegründet wurde das Kloster im 12. Jahrhundert durch Benediktinermönche. Die Benediktiner weilten nur circa 40 Jahre auf dem Berg, dann zogen die Zisterzienser hier ein. Sie bauten das Kloster zu einer großen Abtei aus. Wörschweiler sollte von nun an Hauskloster der Grafen von Saarwerden sein, in dem diese bevorzugt ihre letzte Ruhestätte wählten. Die alten Grabplatten sind heute noch in den Klosterruinen zu finden. Beim Durchstreifen der Überreste des ehemaligen Klosters wird die Dimension dieses sakralen Baues erfassbar. Eine eindrucksvolle Szenerie, die geradezu zur Stille und Einkehr auffordert. Neben der Pflege der Wissenschaft beschäftigten sich die Zisterzienser auf dem Marienberg auch mit der Baukunst So stammen die noch vorhandenen Mauerreste aus vielen Stilperioden. Den ältesten Teil der Abtei bilden die südlich von der Kirche gelegenen, im romanischen Stil erbauten Gebäude mit dem Kapitelsaal, dem Speisesaal und der Bibliothek. Die Grundmauern des unmittelbar an das südliche Seitenschiff anlehnenden Kreuzganges lassen dagegen auf Elemente der Hochgotik schließen, während wiederum im Atrium Bauformen der Frühgotik zu finden sind. An einem Sonntag des Jahres 1614 wurde die 500-jährige Klostergeschichte binnen weniger Stunden in Schutt und Asche gelegt. Die ganze Abtei war wegen der Unachtsamkeit eines Knechtes des Wirtschaftshofes, der die Schlangen ausräuchern wollte, in Flammen aufgegangen. Geblieben sind malerische Ruinen und verborgene geschichtsträchtige Winkel, ein malerisches Wanderziel.

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