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Schloss Karlsberg

Das einzig erhaltene Gebäude der gesamten Anlage Schloss Karlsberg
Das einzig erhaltene Gebäude der gesamten Anlage Schloss Karlsberg
Einen Höhepunkt seiner Geschichte erlebte Homburg in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Jahre 1755 ließ Herzog Karl II. August auf dem damals unbewaldeten Buchenberg in verschwenderischer Pracht sein Residenzschloss errichten.
In der weiträumigen Schlossanlage von mehr als einem Kilometer Breite gruppierten sich um das Hauptpalais der Marstall mit Reitbahn für tausend Pferde, die Orangerie mit dem Theaterbau, Kavaliershäuser, Kasernen und Wirtschaftsgebäude. Zu den großartigen Gartenanlagen gehörten ein Tierpark, Kaskaden und Weiher, Bärenzwinger und der Tschifflick-Pavillon.
1779 verlegte der Herzog seine Residenz von Zweibrücken nach Homburg in das Schloss Karlsberg, das damals als eine der phantastischsten Schlossanlagen in Europa galt. Leider war die Pracht nicht von langer Dauer. Schon im Jahre 1793 wurde das Schloss von französischen Revolutionstruppen niedergebrannt. Es bildete für wenige Jahre einen glänzenden Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in unserer Region.

Karlsberger Hof

Er ist das einzig erhaltene Gebäude der gesamten Anlage Schloss Karlsberg, die bekanntlich 1793 von französischen Revolutionstruppen total zerstört wurde. Es war ein Materiallager mit Wohnungen am Fuße des Berges und gehörte zu dem daneben gelegenen Gehöft, einem landwirtschaftlichen Betrieb, der die Versorgung von Mensch und Tier auf dem Schloss zu gewährleisten hatte. Nach Abriss der Hofbaulichkeiten und Versteigerung des anfallenden Materials wurde auf dem vorderen Teil dieses Gebäudes ein Stockwerk aufgesetzt. So diente es ab 1866 als Wohnung für die Försterfamilien, die das Revier Karlsberg betreuten. Der erste Förster hieß Oberförster Friedrich Ludwig Lindemann. Seine Verwandten unter diesem Namen leben noch heute in unserer Stadt. Da der Förster nebenbei auch noch Landwirtschaft betreiben musste, entstanden neben der Wohnung Stallungen für Pferde, Rinder und Schweine sowie Remisen. 1975 konnte die Karlsberg Brauerei das fast nicht mehr bewohnbare Haus mit Grundstück nach einer Ausschreibung der Oberfinanzdirektion käuflich erwerben. Es wurde in einer zweijährigen Umbauzeit in den heutigen Zustand versetzt.

Karlsbergweiher und Schwanenweiher

Die beiden Weiher gehören zu der Gesamtanlage Schloss Karlsberg. Der Karlsbergweiher bildete den Mittelpunkt der Gartenanlage.

Orangerie

Sie wurde gegen Ende 1777 in südlicher Richtung des Hauptpalais erbaut und war Wohnstätte für Kammerherrn, Pagen, Offiziere, Ärzte, Kapläne, Gärtner. Die Orangerie wurde außerdem als Feststätte des Hofes sowie als Unterstand für winterempfindliche Pflanzen genutzt. Erhalten ist heute leider nur noch ein Mittelstück des Kellergeschosses mit einem rundbogigen Eingangstor. Die Orangerie bietet eine hübsche Umgebung für eine Rast oder einen kleinen Streifzug durch das nähere Umfeld.

Bärenzwinger

Hier handelt es sich um ein Areal, in dem Herzog Karl II früher wohl Bären, Wölfe, Jaguare und ähnliche Tiere hielt. Von dieser Menagerie auf dem Karlsberg ist lediglich ein großes Ringfundament aus Sandstein erhalten, in dem man noch einige ringsumlaufende gemauerte Stallungen erahnen kann. Der Innenhof ist wie eine Arena gestaltet. Im Zentrum befinden sich zwei quadratische Fundamente, die einen Wassergraben bildeten.
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