Schlossberghöhlen und Ruinen der Hohenburg
Schlossberghöhlen
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Die Homburger Schlossberghöhlen mit ihren mächtigen Kuppelhallen und kilometerlangen Gängen in 12 Stockwerken übereinander sind die größten Buntsandsteinhöhlen Europas. Zur Besichtigung freigegeben sind nur die obersten 3 Stockwerke mit einer Länge von ca. 800 m, die man aufrecht begehen kann. Die Entstehung der Anlage liegt zwischen dem 11. und dem 17. Jahrhundert. Im Laufe dieser Zeit diente das Höhlensystem hauptsächlich Verteidigungszwecken. Zum Schutz und zur besseren Verteidigung der Hohenburg sollen damals Fluchtwege durch die Schlossberghöhlen hinab ins Tal geführt haben. Weiterhin dienten die Höhlen der Lagerung von Munitions- und Lebensmittelvorräten, zur Unterbringung
der Besatzung der Festung und als Luftschutzbunker für die Bevölkerung Homburgs im letzten Weltkrieg. Die Temperatur in den Höhlen liegt bei 10° C. Die Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 80 und 90%. Belüftet werden die Höhlen nur durch den natürlichen Luftzug, durch die Aus- und Eingänge.
Das Gestein der Schlossberghöhlen zählt zum mittleren Buntsandstein, einem Sediment, welches im Trias teilweise durch Wind- und Meeresablagerung entstanden ist. Davon zeugen die wellenartigen Versteinerungen, die überall in den Schlossberghöhlen zu finden sind. Die Rotfärbung des Buntsandsteins kommt durch den Eisengehalt. Der gelbe Buntsandstein besteht zu 95% aus Quarz. Der Sand wurde als Zusatz zur Glasherstellung gebraucht. Weiterhin diente er als Streusand, der früher zum Reinigen von Fußböden und hölzernen Haushaltgeräten verwendet wurde. Zu diesem Zweck wurde er von Homburg aus unter der Handelsbezeichnung „Silbersand“ in weiten Teilen Deutschlands verkauft. Mit dem Ende der Sandgewinnung verloren die Schlossberghöhlen an Bedeutung und gerieten in Vergessenheit. Erst 1930 wurden die Höhlen durch spielende Kinder wiederentdeckt.
Unter sachkundiger Führung ist es möglich, die geheimnisumwitterten Höhlen zu besichtigen, wobei auf Wunsch der Höhlengeist erscheint.
Informationen über die Entstehung und Geschichte der Schlossberghöhlen erhalten Sie in fünf Sprachen (deutsch, englisch, französisch, schwedisch, holländisch) über Lautsprecheranlagen.
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