Erkennen und Handeln
So ging es nach der Begrüßung der Gäste im großen Sitzungssaal des Forums durch Landrat Clemens Lindemann und Willi Portz vom Adolf Bender Zentrum um Themen wie „Rechtsextremismus als Jugendkultur“, „Prävention in Schule und offener Jugendarbeit“ und „Jugend und Rechtsextremismus“. Bekannteste Referentin am Vormittag war Ministerin Annegret Krampp-Karrenbauer.
Sehr betroffen waren die Teilnehmer der Tagung am Nachmittag über die Ausführungen eines NPD-Aussteigers und über das Zeitzeugen-Gespräch mit Alex Deutsch, der Auschwitz überlebte.
Neben den Referaten und Vorträgen war im Sitzungstrakt des Forums zudem ein Markt der Möglichkeiten aufgebaut, den zahlreiche Institutionen und Organisationen nutzten, um den Tagungsteilnehmern konkrete Materialien und Arbeitshilfen für die Praxis zu präsentieren.
Deutlich wurde, dass sich der Rechtsextremismus heute in einer zumindest äußerlich modernisierten Form zeige und Jugendliche zu einer Hauptzielgruppe geworden sind. Über Musik und Internet kommt man heute sehr leicht in Berührung mit rechtsextremer Ideologie. Es hat sich eine rechtsextreme „Erlebniswelt“ entwickelt, getragen durch ein breites Bekleidungssortiment, Codes und Symbole, Konzerte und Demonstrationen. Die Tagung, so das Fazit, brachte zahlreiche Erkenntnisse für Erzieher und Pädagogen, was dem außen stehenden Betrachter oftmals verborgen bleibt.

