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14.06.2010

Sozialem Lernen mehr Gewicht geben

Vortragsveranstaltung des Kreisjugendamtes zum 20jährigen Bestehen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes

Seit 20 Jahren gibt es das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Grund genug, um auf Initiative des Jugendamtes des Saarpfalz-Kreises eine Vortragsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion durchzuführen, deren Zielsetzung der Blick zurück und die Zukunftsperspektiven in der Kinder- und Jugendhilfe sein sollten.

Podiumsteilnehmer und Veranstalter: Dieter Ehre von der AWO, Professor Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Kreisjugendamtsleiter Klaus Guido Ruffing und Jörg Welter vom Hospital St. Wendel (v.ln.r.).

Podiumsteilnehmer und Veranstalter: Dieter Ehre von der AWO, Professor Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Kreisjugendamtsleiter Klaus Guido Ruffing und Jörg Welter vom Hospital St. Wendel (v.ln.r.).
Als Hauptredner konnte das Jugendamt Professor Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner verpflichten, ein ausgewiesener Experte und Mitarbeiter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Er wird auch der "geistige Vater" des Kinder- und Jugendhilfegesetzes genannt. In seinem Vortrag plädierte Prof. Wiesner für eine Stärkung der offenen Jugendarbeit als wichtigem Baustein der präventiven Hilfen für junge Menschen. Sie sollte auf ein Zusammenspiel aller Akteure im Sozialraum hinauslaufen. Die Kinder und Jugendlichen sollten mehr selbstverantwortlich ihre Freizeit "erarbeiten" können und damit soziales Handeln erlernen. Deshalb müsse man in diesem Bereich mehr Geld in die Hand nehmen. Als beispielhaft nannte er das Mehrgenerationenhaus, das Haus der Begegnung und die Stadtteilkonferenz. Auch riet er zu einer noch engeren Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schulen. Eine seiner Thesen war auch, dass soziales Lernen den gleichen Stellenwert haben solle wie das schulische Curriculum. "Wir brauchen das engagierte soziale Wesen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft".

Neben Professor Wiesner nahmen im Podium noch Dieter Ehre, pädagogischer Direktor der Arbeiterwohlfahrt, Professor Dieter Filsinger, Dekan an der Fakultät für Sozial-Wissenschaft der HTW in Saarbrücken, und Jörg Welter vom Hospital St. Wendel Platz. Die rund 100 Gäste im Haus der Begegnung nutzen die Gelegenheit, um mit den Experten über die Zukunft der Jugendhilfe rege zu diskutieren. Klaus Guido Ruffing, Leiter des Kreisjugendamtes: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit diesem hochkarätigem Podium diskutieren konnten. Damit wurde das Jubiläum des Kinder- und Jugendhilfegesetzes im Saarpfalz-Kreis würdig und inhaltsreich begangen".



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Letzte Änderung: 14.06.2010

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