"Die schrecklich deutsche Sprache"

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21.04.2010

"Die schrecklich deutsche Sprache"


Am 21. April 1910 verstarb der amerikanische Autor Samuel Langhorne Clemens, bekannt unter seinem Pseudonym Mark Twain. Twain wurde unter anderem bekannt durch „Die Abenteuer des Tom Sawyer und Huckleberry Finn" und die Berichte über seine Weltreisen. Auch Deutschland gehörte zu seinen Reisezielen, wobei ihm die deutsche Sprache nicht sympathisch war. 

Bücherspende in der Bibliothek mit Kulturamtsleiter Peter Emser, Beate Ruffing und Hansgeorg Orth vom DAF, Kreisbeauftragter Marlene Schneider wie der Leiterin der Stadtbibliothek Karina Kloos.

Bücherspende in der Bibliothek mit Kulturamtsleiter Peter Emser, Beate Ruffing und Hansgeorg Orth vom DAF, Kreisbeauftragter Marlene Schneider wie der Leiterin der Stadtbibliothek Karina Kloos.
Aus Anlass des Gedenktages übergaben die Kreisbeauftragte Marlene Schneider für den Saarpfalz-Kreis und Hannsgeorg Orth für den Deutsch-Amerikanischen Freundeskreis (DAF) Saar-Pfalz in der Jugendbibliothek der Stadtbücherei Homburg Werke von Mark Twain. Mit Freude nahmen Karina Kloos, Leiterin der Stadtbücherei, und Kulturamtsleiter Peter Emser das Hörbuch "Tom Sawyer & Huckleberry Finn", eine Koproduktion des Saarl. Rundfunks nach der Buchvorlage aus dem Hanser-Verlag, und die deutsche Ausgabe von Mark Twain "Bummel durch Europa" sowie die englische Ausgabe "the adventures of Huckleberry Finn" entgegen. "The adventures of Huckleberry Finn" wurde dem DAF vor Ostern und damit zum Glück vor dem durch die Aschewolke bedingten Flugverbot von Susan Lauer aus Ohio, eine der Nachfahren von Pastellmaler Nikolaus Lauer (1753-1824), geschickt.

"Nach der Übergabe des Buchpaketes mit Poe-Werken im Vorjahr sieht man, dass hier Menschen, die den gleichen Sinn für die Dinge, die es zu bewahren gilt, haben. Ich messe den Hörbüchern eine große Bedeutung zu. Bei Tom Sawyer und Huckleberry Finn werden insbesondere junge Leute über diesen Umweg zu den Büchern geführt." hebt der Kulturamtsleiter hervor. Die Bestellung der Buchtitel gestaltete sich selbst bei den Bibliotheksausstattern nicht so einfach. Auffallend ist, dass jetzt im zeitlichen Umfeld des Gedenktages aktuell viele Ausgaben erscheinen und druckfrisch auf den Markt kommen wie "Post aus Hawai" vom Hamburger Mare Verlag oder "Meine Weltreise nach Indien" vom Wiesbadener Marixverlag sowie "Mark Twain für Boshafte" erschienen am 20. April im Suhrkamp Verlag. "Den Trend über die Berichterstattungen in den Printmedien wie Rheinischer Merkur oder Spiegel oder 3-sat-Themenabenden bestätigt auch unsere Buchausleihe.

Alle unsere derzeitigen Mark Twain Medien sind ausgeliehen", berichtet Karina Kloos. Die Ausgabe "Bummel durch Europa" ergänzt bestens die vorhandene Ausgabe "Bummel durch Deutschland". Für diejenigen Leser, die auf der Suche nach englischer Literatur sind, sei neben "the adventures of Huckleberry Finn" auch die zweisprachige Ausgabe von "A couple of truly wonderful stories – ein paar wirklich wunderbare Geschichten" aus dem dtv-Verlag in der Stadtbücherei empfohlen. Dort lässt übrigens prima in den 20 Bändern der "Collier’s Encyclopedia", der Universal-Enzyklopedia in englischer Sprache in Twains Biographie nachlesen. Die Erstausgabe von "Huckleberry Finn" erschien in einem kanadischen Verlag. Das kanadische Buch "Anne of Green Gables" erschien jedoch bei einem amerikanischen Verlag. "Twains Sprache wurde oft als ungehobelt und teilweise primitiv verschrieben. 1885 wurden deshalb in der öffentlichen Bücherei der Stadt Concourd/Massachusetts die Twain-Bücher aus der öffentlichen Bibliothek verbannt", schildert Hannsgeorg Orth. Karina Kloos ergänzt eine Geschichte über Mark Twain aus ihrem Studium: "Globetrotter Twain war oft per Schiff unterwegs und pflegte es, dort die Leute regelrecht auszufragen. Erstaunt über das große Wissen der Mitreisenden, fragte er nach dem Ursprung ihrer Kenntnisse. Die Antwort war, dass sich die Leute das Wissen in den öffentlichen Bibliotheken angelesen haben."

So bleibt zu hoffen, dass die Twain Bücher stets ausgeliehen werden im Sinne von Klaus Friedrich, Ideengeber für diese Bücherspende, Mitglied des DAF und Initiator der englischsprachigen Stadtführungen durch die Homburger Altstadt.



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Letzte Änderung: 21.04.2010

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